| Das
Rezept des Monats Dezember 2011:
Nusskipferl
Menge: Ergibt etwa 1.400 g fertiger
Kipferlteig = 60 bis 70 Kipferl
Zutaten
- 400 g Butter
- 160 g Puderzucker
- Mark von 2 Vanillestangen
- 1 Prise Salz
- 40 g Eigelb (2 Stück)
- 200 g Haselnüsse, gerieben, leicht
geröstet
- 560 g Mehl (Typ 405)
Zubereitung
Die geriebenen Haselnüsse leicht im Backofen
anrösten (so werden sie viel kräftiger im
Geschmack) und abkühlen.
Die Butter in Würfel schneiden und mit Puderzucker,
Salz und dem Mark der Vanilleschoten cremig, aber
nicht schaumig rühren und nach und nach das Eigelb
unterrühren.
Die erkalteten Haselnüsse zugeben und zusammen mit
dem Mehl unterarbeiten (mit beiden Händen unter die
Buttermasse reiben). Den Teig nicht zu kräftig
bearbeiten, da sonst die Gefahr besteht, dass er
brandig wird. Der Kipferlteig sollte noch leicht
bröselig (also noch nicht gänzlich glatt
gearbeitet sein).
Nun den Teig zusammendrücken, in ein passendes
Gefäß geben und abgedeckt kalt stellen.
Vor der Weiterverarbeitung sollte dieser Mürbteig
mindestens 2 bis 3 Stunden durchkühlen.
Jetzt kann der Teig stückweise von Hand oder kurz
in der Maschine glatt- und aufgearbeitet werden,
wobei nie mehr Teig glattgearbeitet werden sollte,
wie zurzeit gebraucht wird. Der restliche Teig muss
stets kühl gelagert werden.
Am besten arbeitet man den Teig in kleinen Mengen
auf, d.h. 150 g Teig glattarbeiten, in einen
fingerdicken Strang rollen und in 10 gleiche Teile
teilen. Jedes dieser Teile zu einem Kipferl formen
und nicht zu dicht nebeneinander auf ein
vorbereitetes Blech legen. Dann die nächste
Teigportion in der gleichen Weise bearbeiten.
Nach dem Backen die Nusskipferl sofort sehr
vorsichtig in Vanillezucker wälzen und dicht an
dicht auf ein Blech legen.
Sind die Kipferl abgekühlt werden sie gleichmäßig
mit Puderzucker bestaubt und können dann verpackt
werden.
Backzeit/Backtemperatur
Ober-/Unterhitze 190 °C 15 bis 18 Min.
Convectomat/Heißluft 170 °C 12 bis 15 Min.
Profitipps
1. Die angegebenen Backtemperaturen und Backzeiten
können nur Anhaltspunkte sein, da jeder Backofen
auf Grund anderer Hitzeverteilung und Bauart über
andere Backeigenschaften verfügt.
2. Kipferl sollten grundsätzlich schön hellbraun
gebacken werden. Beim Aufarbeiten daher die Spitzen
der Kipferl nicht zu spitz rollen, da diese Spitzen
sehr leicht zu dunkel werden, und dann kann es
passieren, dass die entstandenen Bitterstoffe viel
vom zarten, feinen Geschmack des Kipferls wegnehmen.
3. Anstelle der Vanillestangen kann natürlich auch
ein gutes Vanillearoma oder eine Essenz verwendet
werden. Die Dosierung sollte aber eher verhalten
sein, da ein Tropfen zu viel oftmals den Geschmack
negativ beeinflussen kann, so dass der
Vanillegeschmack leicht zu scharf auf der Zunge
erscheint.
4. Alle Zutaten sollten gut gekühlt und recht
zügig verarbeitet werden. Längeres Kneten und
Verarbeiten sollte grundsätzlich vermieden werden.
Weil das Klebereiweiß im Mehl Fett nur in geringem
Maße verarbeiten und aufnehmen kann, wird Mürbteig
so schnell brandig (ölig, zerbröselt): Das Öl
setzt sich ab, der Teig ist nicht mehr zu verwenden.
5. Da Mürbteig immer einen hohen Fettanteil
aufweist, muss unbedingt auf geschmacklich
hochwertige Fette geachtet werden. Aus dem Grund
stellt man Mürbteige in den meisten Fällen mit
Butter her. Verwendet man minderwertige Fette,
passiert es leicht, dass der Mürbteig seifig und
schmierig wird und so nicht mehr verwendet werden
kann. Möchte man den Fettanteil verringern, muss
auf der anderen Seite der Zuckeranteil erhöht
werden.
6. Gebrauchte Vanilleschoten fallen das ganze Jahr
an, und man sollte sie auf keinen wegwerfen, dafür
sind sie einfach zu teuer und zu wertvoll.
Vanilleschoten lassen sich sehr gut weiterverwenden,
indem man sie zum Beispiel in Kristallzucker einlegt
und so mit der Zeit ein hervorragender Vanillezucker
entsteht. Hierfür sollte aber unbedingt der sehr
feine Kristallzucker verwendet werden. Gerade wenn
Kipferl darin gewälzt werden ist das sehr wichtig.
7. Gelagert werden sollten Kipferl oder anderes
Mürbteiggebäck am besten in gut schließenden
Blechdosen, niemals in Plastikdosen oder Wannen. Je
nach Größe der Dosen kann man noch 1 oder 2
Vanilleschoten beilegen, um das Aroma noch etwas zu
verstärken. Kipferl sollten möglichst 1 bis 2 Tage
unter besten Bedingungen gelagert werden, erst dann
entfaltet sich der volle Geschmack.
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